Akkorde & Voicings
Das Fundament. Vierklänge sind die Jazz-Währung.
- Alle 12 Dur-Akkorde – Jeden Dur-Dreiklang sofort greifen, ohne zu rechnen.
- Alle 12 Moll-Akkorde – Moll ist Dur mit einer Terz einen Halbton tiefer. Das muss in die Hand, nicht in den Kopf.
- Aug und Dim – Zwei symmetrische Akkorde, die man an der Form erkennt statt am Namen.
- sus2 und sus4 – Akkorde ohne Terz – offen, unentschieden, sehr brauchbar.
- Dominantseptakkorde (7) – Der Akkord, der Bewegung erzeugt. In allen zwölf Tonarten verfügbar.
- maj7-Akkorde – Große Septime: ruhig, offen, kein Auflösungsdruck.
- m7-Akkorde – Der häufigste Akkord im Jazz. Muss blind sitzen.
- m7♭5 (halbvermindert) – Die ii-Stufe in Moll. Klingt unfertig – genau das ist ihr Job.
- dim7 – nur drei Griffe – Vollverminderte Septakkorde sind symmetrisch: es gibt nur drei verschiedene.
- Zufällige Akkorde – Ohne Reihenfolge greifen. Erst hier zeigt sich, was wirklich sitzt.
- Shells: Grundton + 3 oder 7 – Die zwei Töne, die einen Akkord wirklich definieren. Links schlank spielen.
- Rootless Voicings – Akkorde ohne Grundton – der Sound, der nach Jazzpiano klingt.
- Weite Lage – Denselben Akkord luftig statt gedrängt greifen.
- Ein Voicing durch alle 12 Tonarten meistern – Ein Voicing so lange durch alle Tonarten drehen, bis es sitzt. Immer nur eines auf einmal.
- Voicing-Regeln: Quarten statt Terzen – Zwei Dinge entscheiden über den Klang: welche Töne, und in welcher Reihenfolge und welchen Abständen.